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Grundstückssicherung für Schulneubau und Erinnerungstafel - Nikolai Erastowitsch Bersarin

In ihrer Fraktionssitzung hat DIE LINKE. in der BVV Lichtenberg u.a. die Einreichung der Anträge ‚Freifläche neben der HTW als Schulstandort sichern‘ sowie ‚Erinnerungstafel für Nikolai Erastowitsch Bersarin (1904-1945)' zur BVV im Januar beschlossen. 

Im erstgenannten Antrag wird das Bezirksamt ersucht, sich gegenüber der zuständigen Senatsverwaltung dafür einzusetzen, dass die Freifläche neben der HTW (Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin) umgehend als Grundschulstandort gesichert wird. Die neue Schule soll im Rahmen des Schnellbauprogramms entstehen. 

Dazu erklären die Fraktionsvorsitzenden Kerstin Zimmer und Norman Wolf:

„Seit Jahren ist das Defizit an Schulplätzen in Karlshorst bekannt. Laut Schulentwicklungsplanung fehlen im kommenden Schuljahr 2020/21 864 Grundschulplätze. Die Anmeldezahlen zum neuen Schuljahr sind alarmierend und zeigen den dringenden Handlungsbedarf. In Karlshorst muss schnellstmöglich ein weiterer Grundschulstandort entstehen. Das Gelände neben der HTW ist dafür geeignet und das einzig sofort verfügbare im Ortsteil. Eine Aufnahme des Standorts in das Schnellbauprogramm des Landes ist unabdingbar, um zeitnah dringend benötigte Schulplätze zur Verfügung zu stellen und die umliegenden Schulen zu entlasten.“ 

Weiterhin wird das Bezirksamt ersucht, an der Kreuzung ‚Am Tierpark/Alfred-Kowalke-Straße‘ mit einer Informationstafel an den ersten Stadtkommandanten und Garnisonschef der sowjetischen Truppen in Berlin, den Ehrenbürger Nikolai Erastowitsch Bersarin zu erinnern, welcher an dieser Stelle bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. 

Hierzu erklären die Vorsitzenden weiter: „Die besonderen Verdienste von Nikolai Erastowitsch Bersarin für das Überleben der von Bombenangriffen und den erbitterten Kämpfen der letzten Kriegstage schwer gezeichneten  und zerstörten Stadt, sind durch Zeitzeugen*innen und die historische Forschung hinreichend belegt. In den wenigen Wochen seiner Amtszeit gelang es ihm, die Lebensfähigkeit der Stadt und ihrer Infrastruktur mit den gegebenen Möglichkeiten wieder zu sichern. Der 75. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom NS-Regime sind ein geeigneter Anlass, den von stadtgesellschaftlichen Initiativen installierten Gedenkstein am Ort des tödlichen Unfalls durch eine Informationstafel zu ergänzen. Dabei sollten auf die Recherchen und das Material des Deutsch-Russischen Museums Karlshorst zurückgegriffen werden.“ 

Beide Anträge werden in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin am Donnerstag, den 20. Januar 2020 eingereicht und zur Abstimmung gestellt.