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Roman Bodnarchuk

Räumungsparolen beenden, mehr Hilfe anbieten

„Die CDU betätigt sich in der Debatte um die Obdachlosen am Bahnhof Lichtenberg weiterhin als Scharfmacher. An einer Lösung im Sinne der Betroffenen scheint sie nicht interessiert. Anders lassen sich die neueste Pressemitteilung der CDU-Fraktion und die Vorwürfe gegen den Bezirksbürgermeister Grunst nicht erklären“, so die Fraktionsvorsitzenden Kerstin Zimmer und Norman Wolf.

Und weiter:
„Unser Bürgermeister hat in Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Soziales gegenüber der Deutschen Bahn AG eine sofortige Räumung der Obdachlosen am Bahnhof Lichtenberg abwenden können. Dafür sind wir Michael Grunst sehr dankbar. Mit dem Agieren der Deutschen Bahn wird die Arbeit aller Beteiligten seit dem Frühjahr torpediert. Hierzu gehört auch die Arbeit des vom Bezirk eingesetzten Platzmanagers. Wir teilen dessen Auffassung, dass Alkoholkonsum in Nähe der benachbarten Schule nicht zu dulden ist. Gleichzeitig halten wir es für wichtig, mit den Menschen vor Ort das Gespräch zu suchen und sie in Hilfesysteme zu vermitteln. Nur das bringt auf Dauer eine Verbesserung der Lebenssituation mit sich. Neben der Errichtung weiterer Unterkünfte sollte eine direkte Kooperation mit dem Projekt „Housing First“ angestrebt und sogenannte Safes Place (sichere Plätze) geschaffen werden. Die CDU entfernt sich immer mehr von einer ernst zu nehmenden kommunalpolitischen Kraft, indem sie Lösungen im Sinne aller Seiten mit ihren Räumungsparolen torpediert.

Anwohner*innen und obdachlose Menschen nicht gegeneinander auszuspielen, gebietet allein schon das christliche Weltbild. Für die CDU scheint auch das nicht mehr zu gelten."