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Sichere Plätze für obdachlose Menschen

Aufgrund der Aktualität und Brisanz des Themas hat die Linksfraktion in der gestrigen Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Lichtenberg den Dringlichkeitsantrag ‚Sichere Plätze für obdachlose Menschen‘ eingereicht.
In diesem wird das Bezirksamt ersucht, sich gegenüber dem Senat für die Erarbeitung eines gesamtstädtischen Konzepts zur Unterbringung obdachloser Menschen einzusetzen. Im Rahmen dieser soll auch die Einrichtung von zeitlich befristeten „Safe Places“ (sichere Orte) geprüft werden. Vor der Errichtung solcher soll eine Informationsveranstaltung für die umliegenden Einwohner*innen durchgeführt werden. Auch ist dann die Vorlage des konkreten Vorschlags in der BVV zur Abstimmung gefordert.
Zusätzlich soll sich das Bezirksamt beim Senat mit Nachdruck für die Errichtung von weiteren Unterkünften sowie Kältehilfeplätzen einsetzen und eine Kooperation mit dem Projekt „Housing First Berlin“ in Lichtenberg anstreben. Dabei handelt es sich um ein innovatives Modellprojekt zur langfristigen Bekämpfung von Obdachlosigkeit. Betroffene werden unbefristet und mit einem eigenen Mietvertrag in Wohnraum untergebracht und darüber hinaus professionell betreut. Housing First Berlin ist eine Projektpartnerschaft des Berliner Stadtmission e.V. und der Neue Chance gGmbH. Im Fokus des Antrages steht somit eine generelle und stadtweite Lösung des Problems. 

Dazu äußert sich unserer Verordneter Roman Veressov wie folgt:
„Die Menschen brauchen erst ein stabiles Umfeld, damit Unterstützungsangebote wirken und sie ihre Probleme nachhaltig bewältigen können. Als temporäre Notlösung bei einer vernünftigen Ausgestaltung sind „Safe Places“ eine denkbare Option. Ein gesamtstädtisches Konzept nach dem 'Housing First-Prinzip' hat jedoch Priorität. Dieses Modell hat sich international erfolgreich bewährt und muss auch in Berlin zügig auf den Weg gebracht werden.“