Es ist soweit, der Herbst ist da. Die Tage werden kürzer, und wenn die Sonne einmal scheint, dann leuchten die Bäume golden auf, bevor sie sich ihrer Tracht entledigen. Doch nicht nur auf den Straßen stapeln sich die Blätter! Auch für die BVV im Oktober fielen einige an, sofern man sich die vielen Anträge ausgedruckt hat. Einige davon waren sehr vernünftig (zu unseren geht es hier: www.linksfraktion-lichtenberg.de/unsere-arbeit/antraege/), andere das Papier nicht wert. Letztere wurden allerdings von guten Redebeiträgen gekontert.
Unsere Schwerpunkte
Mit acht Anträgen ist die Linksfraktion in diese BVV gegangen, leider konnten nicht alle abgestimmt werden. Die meisten aufgerufenen Drucksachen sind in die entsprechenden Ausschüsse zur weiteren Bearbeitung überwiesen worden.
Gegen Pfuschereien bei den Nebenkosten und andere Übergriffe durch dreiste Wohnungskonzerne richtete sich unser Antrag „Miethaien die Zähne ziehen – Mieter*innenberatung bekannter machen“. Da der Senat sich angesichts der Mietenkrise in Arbeitsverweigerung übt, soll der Bezirk Mieter*innen wenigstens auf die kostenlose Mieter*innenberatung aufmerksam machen. Das Anliegen wird jetzt im Ausschuss Ökologische Stadtentwicklung, Mieter:innenschutz und Facility Management (ÖSM/FM) behandelt.
Ein großer Erfolg war die Zustimmung der BVV zu unserer Initiative, die Taktung der Tramlinien M8 und 18 an Wochenenden zu verdichten. Damit wird es bald hoffentlich der Vergangenheit angehören, dass man in überfüllten Trams zusammengequetscht zum Dong Xuan-Center fahren muss oder dass Eltern mit Kinderwagen nicht mehr reinkommen.
Am Freitag, dem 18. Oktober, fand unser herbstliches Drachenfest im Park am Altenhofer Dreieck statt – und es war ein voller Erfolg!
Bei perfektem Spätsommerwetter ließen wir gemeinsam mit unseren kleinen Gästen und ihren Eltern bunte Drachen steigen.. Für unsere Fraktion nahmen Christian Petermann, Tatjana Behrend,Toni Kraus, Claudia Engelmann und Elisa Otto teil.
Vielen Dank an alle, die da waren und – bis zum nächsten Jahr!
Stolpersteine für Hans und Friedel Zoschke
Das Stadion des SV Lichtenberg 47 verdankt seinen Namen dem Arbeitersportler und Widerstandskämpfer Hans Zoschke. 80 Jahre nach dessen Ermordung wurde im Hans-Zoschke-Stadion seiner und seiner Ehefrau Friedel gedacht. Antje Schiwatschev nahm für die Fraktion an der Ehrung teil. Teil des Gedenkens war die Übergabe zweier von Fans des Vereins organisierten Stolpersteine, die später vor dem Lichtenberger Wohnhaus der beiden verlegt werden sollen. . Die Eheleute Johannes („Hans“) und Elfriede („Friedel“) Zoschke waren im Widerstand gegen den Nationalsozialismus aktiv. Sie entstammten der Arbeiterklasse und waren kommunistisch orientiert. Ihr Engagement umfasste etwa die Verbreitung illegaler antifaschistischer Literatur oder das Verkleben von Anti-Kriegsplakaten. Zeitweise beherbergten die Zoschkes Alfred Kowalke, der aus dem Untergrund kommunistische Widerstandsaktivitäten in ganz Deutschland koordinierte. Hans wurde 1942 verhaftet und zwei Jahre später im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet, Friedel überlebte die Zeit des Nationalsozialismus. Nach dem Krieg wurde Hans Zoschkes Urne in der Gedenkstätte der Sozialisten beigesetzt.
Termine
9. November
Gedenken der Opfer der Novemberpogrome 1938
Wir gedenken gemeinsam der zahlreichen Jüdinnen und Juden, welche vor 86 Jahren durch die Faschisten gequält, gefoltert und getötet wurden.
Wo? – Gedenkort an der Alten Synagoge in der Konrad-Wolf-Straße