Linksfraktion in der BVV Lichtenberg
Newsletter vom 3. April 2020

 

Frohe Ostern!

 

Wir wünschen allen Leser*innen - trotz Corona-Krise - ein frohes und vor allem gesundes Osterfest!
Wir nehmen dies zugleich zum Anlass all jenen herzlich zu danken, die an vorderster Front gegen das Virus kämpfen - dem medizinischen Personal, den Fahrer*innen der öffentlichen Verkehrsmittel, den Rettungskräften, den Verkäufer*innen und vielen, vielen anderen, die das öffentliche Leben im Gang halten!
Lasst uns in diesen Tagen die Strukturen der Solidarität stärken!

Liebe Leserinnen und Leser, liebe Familien und Kinder,
heute wollen für eine kleine Abwechslung während der Osterferien sorgen. Deshalb verlosen wir 4 Spiele "Mutabo-Classic".
Spaß haben, kreativ sein, gute Stimmung verbreiten - mit MUTABO Classic alles kein Problem:  Als Partyvergnügen, zuhause mit der Familie oder zusammen mit Freunden wird jeder Abend lustig – und in bester Erinnerung bleiben!

Bitte melden unter fraktion@die-linke-lichtenberg.de


 

Anträge für die 41. Sitzung der BVV am 19. März

Pressemitteilung v. 6. März 2020

 

Für die 41. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg von Berlin hatten wir zahlreiche Anträge vorbereitet.
Ein Antrag hat die Aufwertung des Quartiersparks Altenhofer Dreieck zu einer Naherholungsanlage zum Ziel.

Die Fraktionsvorsitzenden Kerstin Zimmer und Norman Wolf erklärten dazu:

„Der Quartierspark ist ein wichtiger Ort der Erholung und Freizeitgestaltung vieler AnwohnerInnen. Mittlerweile besteht allerdings großer Sanierungsbedarf bei Grünanlagen, Sportgeräten und Parkbänken.

Hierzu schlagen wir, neben den nötigen Instandhaltungsmaßnahmen, die Errichtung einer Streuobstwiese, Hecken- und Baumpflanzungen, Insektenhotels und Vogelhäuser, eine Grundwasserpumpe und einen offenen BürgerInnen-Kräutergarten vor. Wir sehen im Antrag die große Chance, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und attraktive Gemeinschaftsangebote für Jung und Alt zu schaffen.“

In einem weiteren Antrag forderten wir die Unterstützung der in der Kultschule ansässigen Vereine bei der Suche nach alternativen Räumlichkeiten für den Zeitraum der anstehenden Sanierungsarbeiten.

Diesbezüglich erklärten die Fraktionsvorsitzenden Kerstin Zimmer und Norman Wolf:

  „Die Sanierung der Kultschule ist notwendig und wünschenswert. Es herrschen jedoch große Unsicherheiten bei den dortigen Vereinen und NutzerInnen, was die Perspektive während und nach den Baumaßnahmen betrifft. Der Bezirk wird aus diesem Grund ersucht, bei der Suche nach Alternativangeboten im Übergangszeitraum behilflich zu sein.“


 

Zur Bezirksverordnetenversammlung im Februar

 

In der Februar-Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung wurde unserem Antrag zur Anbringung einer Erinnerungstafel für Nikolai Erastowitsch Bersarin zugestimmt. Noch in diesem Jahr soll der Gedenkstein an der Kreuzung Tierpark/Alfred-Kowalke-Straße um eine Informationstafel ergänzt werden.

Die Fraktionsvorsitzenden Kerstin Zimmer und Norman Wolf erklärten dazu:

„Die besonderen Verdienste Nikolai Bersarins für das Überleben der vom Krieg gezeichneten Stadt Berlin sind hinreichend belegt und dürfen nicht in Vergessenheit geraten. Der 75. Jahrestag der Befreiung ist der perfekte Anlass, mit einer Erinnerungstafel dem ehemaligen ersten Stadtkommandanten Berlins zu gedenken.“

Gegen den Antrag stimmten AfD und CDU. Die AfD war sich nicht zu schade den Versuch zu unternehmen, den Berliner Ehrenbürger mit nachweislich nicht von ihm begangenen Kriegsverbrechen in Verbindung zu bringen. Diese Behauptungen konnten jedoch von unserem Fraktionsmitglied und Historiker Prof. Dr. Jürgen Hofmann entkräftet werden.

In einem weiteren Antrag ging es um die Förderung interkultureller Begegnungsstätten im Bezirk. Mit dem Ende des vergangenen Jahres lief die Förderung der kultursensiblen Begegnungsstätte in den Räumen der Bürgerinitiative für ausländische MitbürgerInnen aus.

Dazu erklärten die Fraktionsvorsitzenden Kerstin Zimmer und Norman Wolf:

„Wir möchten, dass Lichtenberg ein weltoffener und altersgerechter Bezirk bleibt. Aus diesem Grund haben wir den Weiterbetrieb einer kultursensiblen Seniorenbegegnungsstätte beantragt. Neben der Fortsetzung der bisherigen Förderung plädieren wir für eine zukünftige kulturelle Öffnung anderer sozialer Einrichtungen im Bezirk.“
Dem Antrag wurde mehrheitlich zugestimmt.

Beschlossen wurde außerdem unser Antrag zur Tariftreue bei der öffentlichen Auftragsvergabe im Bezirk.

Hierzu kommentierte der Fraktionssprecher für Arbeits- und Beschäftigungspolitik Roman Veressov:
„Zukünftig muss das Bezirksamt ausnahmslos bei allen öffentlichen Aufträgen die Unternehmen zur Bindung an den einschlägigen Tarifvertrag bzw. Zahlung des Landesmindestlohns verpflichten. Mit uns gibt es öffentliches Geld nur für gute Arbeit.“


 

125 Jahre Karlshorst -125 neue Bäume für Karlshorst

 

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Stadtteils Karlshorst hatte unsere Fraktion den Antrag gestellt, bis Ende des Jahres 2021 mindestens 125 Bäume in Karlshorst zu pflanzen. Hierfür sollen vorrangig freie Baumscheiben genutzt werden. Der Bezirk sollte dieses Ereignis zum Anlass nehmen, mit zusätzlichen zweckgebundenen Zuweisungen des Senats an die Bezirke ( + 14.800.000 Euro in 2020/ 2021 p.a. für die Baumpflege und –pflanzungen) , den Baumbestand in Karlshorst aufzustocken. Dies wäre ein Beitrag zur Verschönerung des Stadtteil Karlshorsts sowie zur Verbesserung unseres Stadtklimas.

Als Beispiele von freien Baumscheiben, die neu bepflanzt werden könnten, wären folgende Straßen zu nennen:

Köpenicker Allee, Rudolf-Grosse-Str., Lahnsteiner Straße, Treskowallee , Wandlitzstraße , Heiligenberger Straße,  Ehrenfelsstraße , Drachenfelsstraße,  Königswinterstr., Rheingoldstr. Rheinsteinstraße,  Waldowallee, Rhenser Weg , Neuwieder Str. , Rheinpflanzallee

Diese Aktion soll mit einem Aufruf an die Lichtenbergerinnen und Lichtenberger einhergehen, die dem Bezirksamt freie Baumscheiben zur Bepflanzung empfehlen können.


 

Familienzimmer, Schulplätze, Schulhöfe

 

In der Februar-Sitzung des Haushaltsausschusses informierte der Bürgermeister darüber, dass der Mietvertrag für das Bürgeramt im Tierpark-Center vom Eigentümer über den März 2021 hinaus nicht verlängert wird. Derzeit finden Gespräche zur Anmietung anderer Flächen statt.

Seit kurzem verfügt das Bezirksamt über ein sogenanntes Familienzimmer der Immobilie Alt Friedrichsfelde 60 für Kinder und Angehörige der Beschäftigten.

Positiv ebenso: Die Fläche neben der HTW soll als Schulstandort dem Bezirk überlassen werden. Wir hatten dies kürzlich beantragt, denn in Karlshorst fehlen Schulplätze. (Wir berichteten im "Fraktionsreport".) Beschlossen wurde unser Antrag „Schulhöfe öffnen“ (DS 1193). Es soll dargelegt werden, unter welchen Voraussetzungen es möglich wäre, Schulhöfe auch am Wochenende für Kinder und Familien zu öffnen, um bspw. Sport – und Spielgeräte zu nutzen.

Vertagt wurde hingegen die Drucksache DS 1454, die Schaffung eines neuen Stadtplatzes zwischen Frankfurter Allee 144 und Mildred-Harnack-Schule. Für den Antrag der SPD müsste ein Teil der durchführenden Straße aufgegeben werden. Der Verkehr würde im Wohngebiet Frankfurter Allee Süd erheblich beeinträchtigt. Hier besteht noch Diskussionsbedarf im Verkehrsausschuss.

"Tarifbindung durch öffentliche Aufträge stärken" heißt der Titel unseres Antrages DS 1510. Vor kurzem wurde bekannt, dass aufgrund eines falschen Formblatts bei der Ausschreibung des Schulcaterings in Berlin der geltende Tariflohn weit unterschritten wird. Unser Antrag fordert u.a. das Bezirksamt auf sich beim Senat dafür einzusetzen, diese schweren Fehler zu korrigieren.
Norman Wolf, Fraktionsvorsitzender


 

Sanierungen und große Schritte in der Entwicklung des Lichtenberger Schulnetzes

 

Ende Januar 2020 beschäftigte sich der Ausschuss Schule und Sport zunächst mit dem Vereinssport in Lichtenberg, der während der Sanierungsarbeiten in zahlreichen Lichtenberger Sporthallen immer wieder auf Kapazitätsengpässe stieß. Insbesondere die zeitweilige Schließung der Turnhalle der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule erzeugte einigen berechtigten Unmut. Das Bezirksamt ist dazu angehalten, solche Ausfälle künftig durch genügend Personal zu vermeiden. Die fortschreitende Fertigstellung der Hallensanierungen lässt zudem hoffen, dass die Kapazitätstalsole im Bezirk insgesamt durchschritten ist.

In erster Lesung beschäftigte sich der Ausschuss zudem mit dem Entwurf des Lichtenberger Schulentwicklungsplans. Von besonderem Interesse sind neben dem Schulneubau auch die so genannten Schulorganisatorischen Maßnahmen, also etwaige Verdichtungen oder die temporäre Nutzung neuer Gebäude. Dem Ausschuss soll eine Liste mit diesen Maßnahmen aus dem Jahr 2019 und der Planung für 2020 vorgelegt werden. Neben zahlreichen Fragen, die bereits beantwortet werden konnten, wird die ausführliche Behandlung in zweiter Lesung in der Februar-Sitzung des Ausschusses stattfinden.

Dabei wird es auch darauf ankommen, Chancen einer nachhaltigen Standort-Planung zu nutzen. Leider ließ sich die Fraktion der SPD in der Ausschusssitzung zunächst nicht darauf ein, einen Antrag zur Entwicklung der George-Orwell-Oberschule und der neuen Grundschule in der Sewanstraße zum Gemeinschaftsschulcampus zu beschließen (DS/1506/VIII; Fraktion DIE LINKE.). Tatsächliche inhaltliche Differenzen waren nicht erkennbar, die Stimmen der SPD brachten die Ablehnung. Die Idee wird von der Linksfraktion in der BVV weiter unterstützt und ausgearbeitet. Das Vorhaben ist mittelfristig angelegt und benötigt freilich eine breite Zustimmung aller Beteiligten.
Michael M. Niedworok


 

In eigener Sache

 

Leider sind auch wir aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Zusammenahng mit der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) gezwungen, unsere geplanten öffentlichen Veranstaltungen zumindest bis Ende April abzusagen. Wir werden bestimmte Veranstaltungen zu gegebener Zeit nachholen und halten Sie diesbezüglich auf dem Laufenden.
Bleiben Sie gesund und solidarisch!

 
 

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