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Stefan-Heym-Platz 1

Zahlreiche Lichtenberger und ihre Gäste waren der Einladung der LINKEN gefolgt.
Ein Stefan-Heym-Poster bestärkte das Gefühl, dass der große Schriftsteller präsent war.
Neben Inge Heym (lks) der Treptow-Köpenicker Bezirksverordneten Dr. Hans Erxleben, Leiter der dortigen AG Antifaschismus, die bereits 2004 am Wohnort der Familie eine ähnliche Würdigung versucht hatte, und - selbstverständlich für Lichtenberg - MdB Dr.Gesine Lötzsch.

So könnte künftig eine der vornehmsten Adressen Lichtenbergs lauten, wenn das an der Frankfurter Allee, Ecke Möllendorffstraße von der HOWOGE vorgesehene Gebäude-Ensemble verwirklicht ist (vgl. Berliner Abendblatt v. 16.11. 2013). Dem nachdrücklichen Bemühen der Linksparteifraktion in der BVV geschuldet, beschlossen die Lichtenberger Bezirksverordneten nunmehr Ende September die seit dem Fühsommer schmorende Drucksache DS/0813/VII - und zwar in der ursprünglichen Fassung unverändert !
Seitdem trägt die ca 2.000 qm große Freifläche den Namen „Stefan-Heym-Platz.“.

Auf Einladung der Lichtenberger LINKEN. weihten am 19. November zahlreiche Lichtenberger und ihre Gäste mit einem Treffen unter freiem Himmel den Platz würdig ein. Prominentester Gast: die Witwe des unvergesslichen Schriftstellers, Antifaschisten und Humanisten, Inge Heym. Mit einer sich anschließenden szenischen Lesung aus dem Nachlass des Dichters und außergewöhnlichen Politikers im Rathaus Lichtenberg konnten sich dessen Geist, Haltung und Wirken auch in Lichtenberg gewissermaßen manifest niederlassen. Stefan Heym hatte z.B. den aus Lichtenberger Betrieben und Einrichtungen am 17. Juni 1953 auf den Straßen und Plätzen Berlins  Protestierenden in seinem 1974 erschienenen Buch "Fünf Tage im Juni" ein Denkmal gesetzt. Und „seine Rede als Alterspräsident des Deutschen Bundestages 1994 bewegt noch heute viele Menschen, die sich eine sozial gerechtere Gesellschaft wünschen“, so Christian Petermann, Vorsitzender der Fraktion der LINKEN. in der BVV Lichtenberg. Die Linksfraktion erwartet nun vom Bezirksamt die baldige amtliche Umsetzung des Beschlusses der Bezirksverordneten.  
   
Mit allein rund 100.000 täglich die Kreuzung B1/Möllendorfstraße/Gürtelstraße zwischen Friedrichshain und Lichtenberg benutzenden Fußgängern ist dieser Ort einer der frequentiertesten in der Hauptstadt. Wenn er nun den Namen eines  Mannes trägt, „der sich immer eingemischt hat“, scheint das kein schlechtes Omen für jenen Berliner Bezirk zu sein, in dem Berliner  Bürgerhaushalt und Bürgerkommune immerhin seit geraumer Zeit zuhause sind.

Texte und Fotos: Joachim Pampel

 

Unteres rechtes Foto:
„Im Kleinen kann auch Großes sein“, so Fraktionsvorsitzender Christian Petermann in seinen Begrüßungworten an die Teilnehmer  der Veranstaltung. Er erinnerte an die Geschichte der Skulptur „Jüngling mit Fisch“ (im Hintergrund).  Während des 2. Weltkrieges war die Bronzearbeit von  mutigen widerständigen Gärtnern vor dem Einschmelzen bewahrt worden. So eröffnete sich dem Betrachter am 19. November neben den Stefan-Heym-Poster und dem Linksparteiwimpel sozusagen eine Art „Tryptichon widerständiger Gestaltungskraft“.

Das Hochhaus-Ensamble nach den Entwürfen des Architekts.