Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Stefan-Heym-Platz eingeweiht

Am 4. November wurde die Freifläche an der Frankfurter Allee/ Möllendorffstraße nach dem Schriftsteller und Antifaschisten Stefan Heym benannt. Die Linksfraktion in der BVV Lichtenberg hatte im vergangenen Jahr, anlässlich seines 100. Geburtstages, die Platzbenennung beantragt (s. DS/0813/VII).

Die benannte Freifläche wird an den als Jude und Antifaschisten verfolgten Autor erinnern, der sich sein Leben lang literarisch und publizistisch gegen Machtmissbrauch eingesetzt hat. Prof. Jürgen Hofmann, kulturpolitischer Sprecher unserer Fraktion, erinnerte in seiner Rede zur Enthüllung des Namensschilds an die Worte Stefan Heyms, die er am 4.11.1989 auf der denkwürdigen Kundgebung auf dem Alexanderplatz sagte: "Die Macht gehört nicht in die Hände eines einzelnen oder ein paar weniger oder eines Apparates oder einer Partei. Alle müssen teilhaben an dieser Macht. Und wer immer sie ausübt und wo immer, muss unterworfen sein der Kontrolle der Bürger, denn Macht korrumpiert. Und absolute Macht ... korrumpiert absolut."

Besondere Gäste bei unserem Empfang waren Inge Heym, die Witwe von Stefan Heym und Gregor Gysi. Er saß mit Heym zusammen im Bundestag und erinnerte an das schriftstellerische und gesellschaftliche Wirken von Heym. Inge Heym indes bekundete, dass sie es gar nicht geglaubt habe, als sie von der Platzbenennung mitten in Berlin gehört habe. Sie fügte dem hinzu: Stefan hätte gesagt "Lest meine Bücher".

Norman Wolf

Prof. Jürgen Hofmann enthüllt das Namensschild des Platzes.
Unter den Teilnehmern der Veranstaltung die Witwe von Stefan Heym, der Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag Gregor Gysi und die Bundestagsabgeordnete Gesine Lötzsch.
Gregor Gysi hielt während einer kleinen Feierstunde eine Rede.