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Endlich Frauen-Feier-Tag?!

Kerstin Zimmer und Norman Wolf verteilen Blumen vor dem Sana-Klinikum.
Kerstin Zimmer und Norman Wolf vor dem Sana-Klinikum

Seit diesem Jahr ist der 8. März - Internationaler Frauentag - nun in Berlin ein gesetzlicher Feiertag. Zur Auswahl standen auch der 31. Oktober sowie der 8. Mai. Böse Zungen vermuten hinter dem kleinsten gemeinsamen Nenner, also dem Frauentag, eine rein wirtschaftliche Entscheidung, da der 8. Mai unmittelbar nach dem 1. Mai folgt und bei guter terminlicher Lage, die Urlaubsplanung vieler Unternehmen sprengen würde. Der 31. Oktober wiederum lädt viele Brandenburger*innen zum Shopping-Erlebnis nach Berlin ein. Ein gemeinsamer Feiertag brächte finanzielle Einbußen für beide Bundeländer. Der 8. März wäre somit ein Ausgleich, doch für den Berliner Handel das kleinere Übel.

Doch worum geht es im eigentlichen Sinn? Es geht um die Frauen und ihre Anerkennung für ihre tägliche Leistung, sei es im Alltag, Beruf oder im anderweitigen gesellschaftlichen Engagement. Noch immer werden Führungspositionen von Männern dominiert und selbst wenn nicht, finden sich gravierende Unterschiede in der Bezahlung. Auch Medien suggerieren ein veraltetes Lebenskonzept. Nicht selten werden Werbetrailer ausgestrahlt, in welchen die Frau kocht, wenn der Mann erschöpft von der Arbeit kommt. Auch kümmert sie sich um die kranken Kinder und sollte die Frau selbst erkältet sein, kann sie tagsüber, denn Frauen arbeiten ja nicht, ein Dampfbad zwischen Haushalt und Einkauf nehmen. Doch ist das die heutige Realität? Viel zu selten wird darauf eingegangen, welche wichtigen Berufe und Leistungen überwiegend von Frauen ausgeübt werden. Krankenschwestern, Hebammen, Verkäuferinnen, Erzieherinnen – die Liste ist lang. Von Frauen dominierte Tätigkeiten, deren Anerkennung bis heute zu wünschen lassen.

Grund genug für Kerstin Zimmer und Norman Wolf (Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion Lichtenberg) am 8. März ihre politische und alltägliche Arbeit nicht ruhen zu lassen. Beide haben am besagten Tag u.a. im Sana Klinikum Lichtenberg und im Seniorenheim der Volksolidarität Rosen an Frauen verschenkt, die trotz Feiertag für das Wohl aller arbeiteten. Der 8. März als Feiertag in Berlin ist ein richtiger und wichtiger Schritt, doch um einen wirklichen Anerkennungsprozess voranzutreiben, bedarf es weiterer. (Tina Rabinowitsch)