Foto von Josh Appel auf unsplash
|
Dieser Haushalt ist auf Kante genäht!
Der Doppel-Haushalt 24/25 gibt wahrlich keinen Anlass zum Jubeln, aber wir haben Schlimmeres vermieden, könnte das Fazit der Haushaltsverhandlungen lauten. Die spärlichen Zuweisungen vom CDU-SPD-Senat reißen ein Finanzierungsloch von 28 Millionen Euro in die Bezirkskasse. Dazu der Fraktionsvorsitzende Norman Wolf und Dr. Tinko Hempel, Sprecher für Haushaltspolitik:
"Um das Leistungs- und Angebotsniveau im Bezirk auch nur zu halten, müssen die gesamten Überschüsse aus dem vergangenen Jahr – Dank eines linken Bürgermeisters immerhin 20 Millionen Euro – und die erhofften Überschüsse aus diesem Jahr vollständig eingesetzt werden, um das Schlimmste zu vermeiden. Dieser Haushalt ist dermaßen auf Kante genäht, dass er jederzeit zu platzen droht, wenn es an einer Stelle spannt. Und wer weiß, was kommt, wenn die Steuerschätzung im Herbst den Senat zu weiteren Eingriffen in die Bezirkskassen verführt und die Inflation weiter galoppiert. Und dennoch haben wir aus dem wenigen, über das es noch zu verhandeln galt, einiges herausgeholt. Wir als LINKE haben den Schwerpunkt unseres Beitrags zum Haushalt auf den familienfreundlichen Bezirk gerichtet, auf ein Lichtenberg, das Teilhabe am gesellschaftlichen Leben auch den Menschen ermöglicht, die über keinen großen Geldbeutel verfügen – vom Ferienschwimmen über mehr Mittel für die Schuldnerberatung, die Kinderarmuts- und Suchtprävention, für Familienzentren und Jugendfreizeiteinrichtungen bis hin zu Dialogdisplays, die auf Kommunikation mit motorisierten Verkehrsteilnehmern setzen und nicht auf Verbote. Völlig unbegreiflich ist, dass SPD und CDU unseren Antrag ablehnten, die Mittel für den „Kultursommer“ – für die Kultur, die kostenlos für alle im Bezirk angeboten wird – vor allem dort einzusetzen, wo die Kinderarmut besonders groß ist."
|