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“Vier Möhren für Lichtenberger Kita´s“

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 14.1.2016

Im Rahmen des Ausschuss Gesundheit erfolgte die Berichterstattung von und über die Kita Abenteuerland, einer Integrationskita, und über das Projekt „Kochmützen für Kita´s"  in Berlin und speziell über das Projekt “Vier Möhren für Lichtenberger Kita´s“.
Die Kita Abenteuerland ist eine Kita von 4 Kitas die selbst kochen. Die Leiterin der Kita, Frau Cordula Kleinfeld, berichtete über das neue Ernährungsprojekt in der Kita. Die Kita nimmt an dem Projekt „Vier Möhren für Lichtenberger Kita´s“ mit noch drei weiteren Kitas aus Lichtenberg seit 2015 teil. Gesunde Ernährung verbunden mit gesundem Essen, was selbst gekocht wird. Es ist eine große Herausforderung und eine Umstellung für alle Beteiligten (ErzieherInnen, Eltern, Kindern und auch für das Küchenpersonal).
Nach anfänglicher Skepsis hauptsächlich von Seiten der Eltern konnte das ganze entschärft werden.  Elternabende, Aufklärung und persönliche Gespräche und Verkostungen konnten die Beteiligten von dem guten Konzept überzeugen. Zur Qualitätsverbesserung des Essens sowie der gesamten Organisation zu diesem Projekt ist der Austausch von Informationen und regelmäßige Kontakte des Küchenpersonals und des Personals der Kitas zu den anderen Kitas notwendig.
Um eine generelle Qualitätsverbesserung für das Projekt zu erreichen ist es unbedingt notwendig, dass der Betreuungsschlüssel nicht nur für das pädagogische Kitapersonal  sondern auch für das Küchenpersonal, was nur unter Sachkosten läuft, erhöht wird.
Für dieses Projekt sind neben den notwendigen Mitteln auch engagierte Erzieher und Eltern notwendig.

Petra Weitling

"Bewegt ins hohe Alter"

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 8.7.2015

Wie ein roter Faden standen die Probleme, Aktivitäten und die gesundheitliche Versorgung von Senioren im Mittelpunkt dieser Sitzung. In anderen Bundesländern werden bereits verschiedene Projekte durchgeführt wie die Gesundheit von Senioren verbessert werden kann. Gegenstand der Beratung des Gesundheitsausschusses vom 8.7.2015 war der BVV-Antrag "Bewegt ins hohe Alter". Mehr Bewegung, eine bessere ärztliche Versorgung und gesunde Ernährung lässt die Bevölkerung älter werden. Daher ist es wichtig und auch unsere Aufgabe als Ausschuss für Gesundheit mehr solcher Aktivitäten und Projekte zu unterstützen und auf die Wünsche und Probleme der Senioren einzugehen. Aus diesem Grund wäre es notwendig, dass der Deutsche Olympische Sportbund, der Bezirkssportbund, Vereine und Wohlfahrtsverbände mehr Projekte zu Gunsten der Gesundheit für Senioren fördern und unterstützen würde. Nordrhein-Westfalen hat hierzu bereits ein Pilotprojekt gestartet.

Petra Weitling

Seniorenvertretung gewinnt an Bedeutung

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 11.6.2015

Im Rahmen der Berichterstattung von der Seniorenvertretung wurde mitgeteilt, dass es in der Seniorenvertretung Lichtenberg 15 Senioren gibt, davon 9 Frauen und 6 Männer, die alle bereits über 70 Jahre alt sind. Trotz ihres Alters sind sie gut organisiert und treffen sich regelmäßig zum Austausch von Informationen um sich auf ihre Arbeit in den 8 Ausschüssen der BVV Lichtenberg vorzubereiten.

Die wichtigsten Schwerpunkte der Seniorenvertretung sind:
1. die regelmäßige Kontrolle in den 25 Heimen im Bezirk
2. Überprüfung der Weiterführung der Begegnungsstätten und deren Angebote

Für ihre Arbeit nutzt die Seniorenvertretung den guten Kontakt zum Bezirksamt, zu den Vorsitzenden der Ausschüsse und zum Vorsitzenden der BVV. Die Bezirksseniorenversammlung findet einmal im Jahr statt, das nächste Mal am 28.9.2015 im Kulturhaus Karlshorst. Auf dieser Veranstaltung findet ein Austausch von Informationen zwischen Senioren, Bezirksamt, Ausschüssen und BVV statt.

Leider kommt den Senioren noch nicht die entsprechende Aufmerksamkeit zu, so dass es immer mehr Probleme in der häuslichen Versorgung gibt, gerade bei der Versorgung mit Fachärzten in Lichtenberg. Die Krankenhäuser stehen ebenfalls in der Kritik, da sie die Entlassungen bei Senioren oftmals zu früh durchführen. Auch wird die bestehende Demenz von älteren Patienten in den Krankenhäusern oftmals nicht richtig eingeschätzt. Auch die Diskussion über Hygiene und Krankenhauskeime stößt auf Besorgnis bei den Senioren.

Von den Senioren wird allerdings begrüßt, dass durch das Bezirksamt das Thema Gesundheit mit auf die Agenda genommen und ausreichend Aufklärung vorgenommen wird.

Neue Initiativen entwickeln auch die bezirklichen Wohnungsbaugenossenschaften und Wohnungsbaugesellschaften, indem sie mobile Dienste für die soziale Betreuung organisieren. Hier geht es zum Beispiel um das "Bündnis für Wohnen" und die Organisation von Bringediensten. Dies kann zu einer Entlastung der Krankenhäuser führen.

Die Bedeutung der Seniorenvertretung sollte weiterhin verbessert werden, da sie in den einzelnen Ausschüssen der BVV die Probleme der älteren Bürger ansprechen und vortragen. Für die älteren Bürger ist es enorm wichtig, dass sie die Hemmschwelle überwinden und ihre Probleme der Seniorenvertretung mitteilen. Wenn die bezirkliche Unterstützung für die Senioren nicht ausreichend ist, wird die Landesseniorenvertretung hinzugezogen. Auch die älteren vietnamesischen Bürger haben ähnliche Probleme, doch durch ihre anderen sozialen Kontakte und Strukturen, durch eine andere Kommunikation erhalten sie gute Vorinformationen bis zu Ihrem Renteneinstieg.

Von einer Seniorin erhielten wir eine erstaunliche und wichtige Berichterstattung über eine bislang noch nicht so bekannte Krankheit, die aber zunehmend an Bedeutung gewinnt. Es geht um die chronische Dünndarmentzündung, dass heißt es geht um "Glutenunverträglichkeit". Die Informationen zur und über diese Krankheit und über die Lebensmittel, die man dann nur noch verzehren darf, sind noch sehr spärlich. Auch Kinder sind zunehmen von dieser Krankheit betroffen. Da diese Krankheit noch ziemlich unbekannt ist, ist eine Aufklärung darüber dringend notwendig. Das Bezirksamt sollte dies in seine Agenda Gesundheit mit aufnehmen.

Petra Weitling

Vorort-Tagung in der Kita Märchenland

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 13.5.2015

Die Leiterin der Kita Frau Weidler gab einen ausführlichen Bericht über die vorgenommenen räumlichen Veränderungen in der Kita. Die neue Gestaltung der offenen Räume in der Kita gibt den Kindern eine Vielzahl von Möglichkeiten sich spielerisch wichtige alltägliche Dinge anzueignen. Diese flexiblen Angebote werden mit Begeisterung von den Kindern und den Eltern angenommen. Mit der sehr guten Zusammenarbeit mit der angrenzenden Grundschule und den ErzieherInnen und LehrerInnen sind gute bis sehr gute Voraussetzungen für den Übergang von der Kita zur Grundschule geschaffen worden. Der Einsatz von Schülern aus den weiterführenden Schulen bietet eine weitere Bereicherung des Kitaangebotes. Die Vielzahl dieser Angebote, auch der zusätzlichen Sprachangebote, führt unter anderem auch zur besseren Kommunikation zwischen Kitaleitung, ErzieherInnen, Kinder und Eltern. Diese Angebote sind ausbaufähig, da sie noch nicht von allen Eltern angenommen werden. Schwerpunkt sind gerade Alleinerziehende, die im Schichtsystem arbeiten.

Die Beteiligung der Kinder bei der Auswahl des Mittagessens bewirkt eine veränderte, positive Einstellung zur gesunden Ernährung. Das in der Kita integrierte Elterncafe bietet für Erzieher und Eltern die Möglichkeit des Austausches von Informationen und regt zu besserer Kommunikation an. Das führt auch zum Abbau von Sprachbarrieren. Aber auch die Möglichkeit zu gemeinsamer sportlicher Betätigung wird positiv angenommen, ist aber noch ausbaufähig.

Nachfolgend aufgeführten Schwerpunkte hat sich die Kita als Herausforderung angenommen:
Durch den Einsatz von einer Fachkraft für Spracherziehung und durch die Unterstützung von Praktikanten werden den Familien mit unterschiedlicher Sprache geholfen die deutsche Sprache schneller und besser zu lernen. Außerdem gibt es in der Kita Märchenland ein kostenloses Projekt vom Verein Tura e.V. um etwas gegen den bestehenden Bewegungsmangel zu unternehmen. Im letzten Kitajahr vor der Einschulung erfolgt zusätzliche sportliche Betätigung in der Turnhalle.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit der Aufhebung der Rückbauverpflichtung für Mieter bei senioren- oder behindertengerechtem Umbau in Wohnungen. Die Aufhebung dieser Verpflichtung durch die Vermieter wird als eine positive Entwicklung im Interesse der betroffenen Mieter gesehen und ist daher zu unterstützen.

Petra Weitling

Große Herausforderungen vor medizinischen Einrichtungen

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 8.1.2015

Der Gesundheitsausschuss diskutierte über die Probleme der Erstversorgung bei den Flüchtlingen aus den Krisengebieten, den zugewanderten Bürgern und über die ärztliche Versorgung der Bürger in Lichtenberg.
Zur Erstversorgung gehört es die Flüchtlinge auf Tuberkulose zu untersuchen, Auswurfuntersuchungen sowie Lungenfunktionstests  in der Röntgenstation in der Deutschmeister Str. 24 in Lichtenberg durchzuführen. Der enorme Anstieg der Aufnahme an Flüchtlingen in Lichtenberg führt dazu, dass die Kapazität dieser Röntgenstation bereits an die Grenzen angelangt ist. Da ein Ende der Aufnahme an Flüchtlingen noch nicht absehbar ist eher das Gegenteil, wird eine zweite stationäre Röntgenstation dringendst benötigt. Eine weitere Röntgenstation würde ca. 500T € kosten, die aber notwendig und erforderlich ist für die konsequente Untersuchung der Flüchtlinge.
Vergleicht man die  erhöhte Aufnahme an Flüchtlingen in Lichtenberg mit der Aufnahme im Land Brandenburg, so gibt es dort bereits zwei Röntgenstationen und für weitere laufen bereits Gespräche.
Der Gesundheitsausschuss setzt sich im Rahmen seiner Möglichkeiten ein und unterstützt Aktivitäten für eine zusätzliche stationäre Röntgenstation im Bezirk Lichtenberg.

Nicht nur die Untersuchung der Flüchtlinge stellt hohe Ansprüche an den Bezirk, sondern auch die Unterbringung in Turn- und Sporthallen. Der Sportunterricht für die Schüler wird gewährleistet, aber die einzelnen Sportvereine kämpfen verzweifelt um ihre Existenz, so dass einige Vereine bereits Insolvenz anmelden mussten.

Ein weiterer Schwerpunkt im Bezirk Lichtenberg ist die ärztliche Versorgung mit Hausärzten und mit Fachärzten.
Bei der Versorgung mit Hausärzten müssen lange Wartezeiten bis zu mehreren Stunden in Kauf genommen werden, bzw. Patienten werden zu weiter gelegenen allgemeinen Ärzten verwiesen. Das bedeutet gerade bei den älteren Bürgern, dass eine ortsnahe ärztliche Versorgung immer mehr ein Luxus im Bezirk Lichtenberg wird.
Zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung laufen zwar Aktivitäten mit Willkommensinitiativen und Willkommensportale für Ärzte, damit sie den Bezirk Lichtenberg attraktiv finden, nur wird das nicht ausreichen, hier sind die Krankenkassen mit zu aktivieren.

Der Bezirk Lichtenberg hat zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung für die Kinder und Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen auf der Gesundheitskonferenz am 02.12.2014 eine Resulotion verabschiedet, mit den Forderungen an die Senatsverwaltung für mehr Personalstellen für die Bezirksämter, die Unterstützung durch die Krankenkassen und  durch die Kassenärztliche Vereinigung und den Kooperationspartnern in den Medizinischen Einrichtungen zur Senkung der kontinuierlich steigenden Fallzahlen.

Petra Weitling

Kritische Situation in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 9.10.2014

Die 32. Sitzung des Gesundheitsausschusses fand am 09.10.2014 in den Räumen des Sana Klinikums statt. Nach einem sehr freundlichen Empfang (mit kleinem Imbiss) durch Herrn Torsten Jens Adrian informierte uns dieser über die Aktivitäten im Rahmen der Veranstaltung "100 Jahre Oskar-Ziethen-Krankenhaus". Hier wurde auch auf die Fachveranstaltung am 10.10.2014 im Rahmen des Königin-Elisabeth-Hospitals zu "Seelischer Gesundheit" hingewiesen.
Es wurde über die Enthüllung der Gedenktafel für Dr. Jakobs und die Ausstellung im Foyer der Frauenklinik informiert und insbesondere das Leben von Dr. Jakobs gewürdigt.

Weiterhin betonte Herr Adrian die Kiezverantwortung des Klinikums, insbesondere auch auf dem Gebiet der Geburtshilfe und die Kooperation mit dem KEH bei der Behandlung psychosomatischer Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen. Auf Nachfrage konnte er sich sehr wohl vorstellen, im Rahmen einer Städtepartnerschaft mit Hanoi auch hier im Gesundheitswesen zusammenzuarbeiten. Dies wurde als durchaus wichtig angesehen, da in Lichtenberg eine größere vietnamesische Community lebt, diese Menschen sehr wohl besondere, auch psychische Probleme haben und hier interkulturelle Unterstützung durchaus gefragt ist.

Im Rahmen des Berichts des Bezirksamtes stellte Frau Obermeyer die kritische Situation in den Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge dar. Sie kritisierte vor allem die Tatsache, dass in einem ehemaligen Hostel in der Freienwalder Straße 120 Flüchtlinge, davon 25 Kinder untergebracht wurden, ohne dass der Bezirk darüber entsprechend informiert wurde. Sie informierte auch weiterhin über die fehlende Personalausstattung in den Einrichtungen, insbesondere über das Fehlen von Sozialarbeitenden. Es gibt eine massive Unterversorgung behinderter Flüchtlinge. Es fehlt an allen medizinischen Geräten, beispielsweise Rollstühlen und Pflegebetten, die Bearbeitung der Anträge durch das LaGeSo dauert für die Betroffenen zu lange. Hier wird durchaus an Spenden von Medizingeräten, die sich vielleicht in Haushalten oder Arztpraxen befinden, gedacht.

Des weiteren wurde auf die langen Wartezeiten bei der TBC Untersuchung von 6 bis 8 Wochen auf Grund personeller und räumlicher Engpässe hingewiesen.

Über die Frage der Inklusion entspann sich im Ausschuss eine intensive Diskussion. Es wurde einhellig abgelehnt, diese Fragen lediglich als Durchlaufpunkt abzuhaken. Der Ausschuss kam zunächst überein, sich hierzu weitere fachliche Unterstützung zu holen und Frau Herlitze zur nächsten Ausschusssitzung hierzu einzuladen.

Durch mehrere Ausschussmitglieder wurde wiederum der Vorschlag der Bildung eines eigenen Ausschusses Inklusion/Gleichstellung vorgetragen. Hier wurde vor allem kritisiert, dass das Problem der Menschen mit Behinderung im entsprechenden Ausschuss sehr stiefmütterlich geschieht.

Weiterhin wurde auch diskutiert, ob und in wieweit die Ausschusssitzungen barrierefrei beispielsweise auch in Fragen des Sehens durchgeführt werden können.

Es wird weiter darüber zu beraten sein, ob ein eigener Ausschuss Inklusion/Gleichstellung gebildet oder der Gesundheitsausschuss um die Thematik Inklusion erweitert wird.

Birgit Stenzel

Psychisch Erkrankten eine Perspektive geben!

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 10.4.2014

Der Gesundheitsausschuss tagte in der Tagesstätte für psychisch Erkrankte der „Albatros gGmbH“ in der Gundelfinger Straße in Karlshorst. Diese gibt den Erkrankten mit Werkstatt- und Freizeitangeboten eine Tagesstruktur mit dem Ziel eine stationäre Behandlung zu vermeiden und ihnen ein lebenswertes Leben auch mit Krankheit zu ermöglichen. Problematisch ist, dass die Finanzierung des Netzwerkes „Arbeit und Gesundheit“ durch das JobCenter eingestellt wurde. Hier wirkt die Kürzung der arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen verheerend, gerade weil die Klienten nicht innerhalb von Monaten oder wenigen Jahren auf den ersten Arbeitsmarkt vermittelt werden können.

Im Bericht des Bezirksamtes wurde auf den hohen Krankenstand verwiesen. Dieser liegt im Öffentlichen Dienst des Bezirks bei 20 Prozent. Der Bezirksbürgermeister verwies auf den Krankenstand in der Privatwirtschaft, der bei rund fünf Prozent läge. Der Vergleich hinkt jedoch, weil dort Beschäftigte, die länger krank sind, schnell entlassen werden. Um dem Krankenstand im Öffentlichen Dienst entgegenzuwirken bietet das Bezirksamt eine Vielzahl an Gesundheitskursen an. Mittlerweile nehmen über 15 Prozent der Beschäftigten daran teil. Strittig blieb, ob die Teilnahme an Gesundheitskursen (teilweise) auf die Arbeitszeit angerechnet werden kann. Im Land Berlin und seinen Bezirken wird diese Frage unterschiedlich geregelt.

Christian Petermann

Kooperation zwischen Sana und KEH für psychisch kranke Kinder und Jugendliche

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 13.3.2014

Dieser spannende Ausschuss fand in den Räumlichkeiten des Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge statt. Spannend deshalb, weil wir uns einen interessanten Vortrag zum Thema "geplante Kooperation Sana Klinikum Lichtenberg und KEH auf dem Gebiet der Psychosomatik" anhören durften.

Die Referentin Frau Dr. May wies in ihrem Vortrag auf die schwierige Arbeit mit psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen hin. Hier gibt es nun eine neue Kooperation zwischen Sana und KEH, die sich insbesondere auf die Symptome, wie Essstörungen, spezialisiert. Darüber hinaus lobte Frau Dr. May die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt Lichtenberg und wies darauf hin, dass die Arbeit mit psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen sehr viele Ressourcen kostet. Der Personalabbau im Jugendamt sei daher aus Ihrer Sicht problematisch. Dennoch erfolgt eine nahe und kompetente Zusammenarbeit; festzustellen sei, dass Schulverweigerung ein großes Problem dieser Kinder und Jugendlichen ist.

Im Weiteren stellte Frau Dr. May die Arbeit und die Besonderheiten des Modellprojektes TAN.go vor. TAN.go ermöglicht eine übergreifende Eltern-Kind-Behandlung und richtet sich an Kinder im Alter von 4-8 Jahren. In besonderer Weise werden kinder- und jugendpsychiatrische, psychotherapeutische Arbeit mit sozialpädagogischen Methoden verbunden. Zusätzlich werden Logopädie und Ergotherapie angeboten. Neben der Therapie steht die Stärkung der elterlichen Kompetenz im Mittelpunkt. Das Modellprojekt verfolgt eine klare Sozialraumorientierung und ist ein Kooperationsprojekt von AOK und KEH. Die Einbeziehung der Krankenkassen ist leider kein Regelfall. Beschulung und Therapie dieser Jugendlichen führen zu hohen Kosten im Bereich Jugendhilfe und erklären in Teilen die Kostenentwicklung bei den Hilfen zur Erziehung. Um in bestimmten Fällen die Kosten im System Jugend zu senken, müssten sich Krankenkassen und Schulen bei solchen schwierigen Fällen stärker in der Verantwortung sehen.

Frau Dr. May versprach uns im Anschluss an ihren Vortrag, dass Sie uns in einer der kommenden Ausschuss-Sitzungen erneut zum Thema Jugend/Gesundheit mit einem Fachvortrag beehren wird und dafür danken wir ihr bereits im Vorfeld.

Nach dem spannenden Vortag erhielten wir einen Rundgang durch das neue Haus 2, der Epileptologie unter Führung durch Chefarzt Professor Holtkam, der uns bei der Führung auch einen kurzen wissenschaftlichen Einblick in die Arbeit der Station gab.

Anja Paasch

Für gesundes Klima an den Schulen

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 14.2.2013

Am Donnerstag, den 14.02.2013 ab 18.30 Uhr tagte der Ausschuss Gesundheit in den Räumen der Albatros GmbH, Möllendorfstr. 47, 10367 Berlin.

Die Einrichtung beschäftigt sich vorrangig mit jungen Menschen mit psychischen Problemen. Dabei geht es unter anderem um Depressionen, Burnout, Angstzuständen aber auch um Drogenprobleme. Bei der Einrichtung in der Möllendorffstrasse handelt es sich um eine Tagesstätte, die sich noch im Aufbau befindet. Es gibt verschiedene Angebote wie zum Beispiel Bewegungstherapie, Computergruppe, Kochen und Ergotherapie. Eine wissenschaftliche Begleitung für dieses Modellprojekt wäre aus Sicht des Ausschusses wünschenswert.

Im Anschluss an den Bericht des Bezirksamtes stellte sich die neue Amtsärztin Frau Dr. Elvers-Schreiber vor.

Ein Schwerpunktthema im Ausschuss für Gesundheit war „Gesundes Klima an den Schulen“. Es handelt sich um ein gesundes psychosoziales Organisationsklima an Schulen. „Gesundheit“ ist dabei als Metapher zu verstehen. Eine Schule ist dann gesund, wenn ihre pädagogischen Daten stimmen, das heißt, dass sie unter den gegebenen Bedingungen ihren gesellschaftlichen Erziehungs- und Bildungsauftrag nachkommt. Mit den eingeleiteten Maßnahmen in der Grundschule ab 2007/2008 konnten erste Schritte in die richtige Richtung unternommen werden. Stress, Bewegungsmangel, Mobbing, psychische Labilität, Angst und Trauer, diese Symptome können sich von der Grundschule bis zum Gymnasium durchziehen.

Herr Bäth, Schulentwicklungsberater/Koordinator im Landesprogramm „Gute gesunde Schule“ berichtete zu diesem Thema, das noch immer nicht die Bedeutung hat, die erforderlich wäre. Der Bericht ging auf die gesundheitsfördernden Aspekte ein. Eine Zusammenarbeit der Hortbetreuung, Schulen, Hausmeister und Schulleitungen ist unabdingbar. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die gezielte Fortbildung der Beteiligten. Das gesamte Gesundheitsmanagement hat mit der Gesundheitsförderung bereits in der Grundschule zu erfolgen. Konsequent sollte mit Schülern, Lehrern, Erziehern und den Eltern die Ernährungslehre durchgeführt und gefördert werden.

Im Rahmen des Landesprogramms für die gute, gesunde Schule und mit den Krankenkassen werden interessierte Schulen in den Stadtbezirken unterstützt. Aus dem Landesprogramm sollte als Regelangebot im Schulentwicklungsplan weitergeführt werden.

Aktuelle Informationen:

- Neu eingeführte Arbeitskreise für Toleranz und Kinderschutz
- Symbiose für die Lehrkräfte und Schüler gemeinsam
- Beratung und Austausch für den Unterricht

Petra Weitling

 

Von der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 11.10.2012

Der Ausschuss behandelte folgende Schwerpunktthemen:

1. Das Bezirksamt berichtete über die aktuelle Situation in Kitas und Schulen zu Krankheitsfällen. Es wurden vom 27. bis 28. September 2012 insgesamt 514 Erkrankungsfälle gemeldet. Bis zu den Herbstferien erfolgten keine weiteren Meldungen.
Jedoch benötigt das Thema Schulessen noch weitere Klärung in den nächsten Beratungen. Natürlich hängt das auch mit der Finanzierung des Schulessens zusammen. Das Ziel muss es sein mit einem qualitativen besseren Schulessen einen Beitrag zu leisten, der die gesunde Ernährung für die Kinder verbessert.

2. DS/0102/VII Analysebericht 2008 - Bereits die ersten Auswertungen des Analyseberichtes  geben Aufschluss über die unzureichende ärztliche Versorgung bei bestimmten Fachärzten (Augenärzte, Kinderärzten und weitere mehr, um nur einige zu nennen. Der Zustand ist nicht tragbar und benötigt Diskussions- und Handlungsbedarf. Die Bürger, auch von Lichtenberg, werden älter und man kann daher nicht verlangen, dass sie quer durch Berlin in ein anderes Stadtgebiet fahren müssen, für eine ganz normale Untersuchung. Ausnahmen könnten  Spezialuntersuchungen sein. Die ärztliche Versorgung muss weiter Gegenstand der zukünftigen Beratungen werden, denn das Thema geht uns alle an.

Petra Weitling

Bericht aus dem Ausschuss für Gesundheit vom 13.9.2012

Der Ausschuss behandelte folgende Schwerpunkte:

  1. Der Personalnotstand in der TBC-Stelle in der Deutschmeisterstrasse kann so nicht mehr hingenommen werden. Aus diesem Grund, so einigte sich der Ausschuss, wird die BVV gebeten, sich mit einem Offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit und an den Senat zu wenden, um eine Lösung herbeizuführen.
  2. Weiterhin gab es einen gemeinsamen Beschluss vom Jugendhilfeausschuss und vom Ausschuss für Gesundheit zur Unterstützung des Modellprojektes TAN.go. Therapeutische Tagesgruppe für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter und deren Kinder bzw. Familien.

Petra Weitling

 

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