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Angriff auf Kleingartenbestand abwehren

Der Tagesspiegel berichtet in seiner Ausgabe vom 22.4. 2018 über einen offenen Brief des Immobilienentwicklers Arne Piepgras an Bausenatorin Katrin Lompscher. Darin fordert er, zu Gunsten von Wohnraum innerstädtische Kleingärten ins Umland umzusiedeln.  

Dazu erklären die Fraktionsvorsitzenden Kerstin Zimmer und Norman Wolf: 
„Der Vorschlag ist ein Angriff auf die Berliner Kleingärten. Seit Beginn der Neunziger Jahre setzen wir uns als Linke für den Erhalt der Lichtenberger Kleingärten und selbstverständlich aller Berliner Kleingärten ein. Sie sind aus dem Stadtbild als grüne Lungen mit ihrem ökologischen Nutzen nicht wegzudenken. Und sie sind für viele Berliner Familien eine wichtige Säule der Naherholung ohne mit dem nötigen Kleingeld für ein Häuschen im Grünen ausgestattet zu sein. Das unterscheidet Berlin im Übrigen positiv von anderen Metropolen wie Paris oder London. Der Vorschlag spielt allen Spekulanten in die Hand, die zum Spottpreis z.B. KGA-Flächen der Deutschen Bahn erworben haben. Mit dem Kahlschlag von Kleingärten würden ihnen Tür und Tor für die höchst mögliche Verwertung ihrer Flächen geöffnet. Man könnte auch sagen, das Buffet für Spekulanten ist eröffnet. Deshalb unterstützen wir auch keine Bestrebungen, den Status von Kleingärten aufzuweichen. Es ist auch unredlich, Wohnungssuchende und Kleingärtner*innen gegeneinander auszuspielen. Statt Kleingärtner*innen zu vertreiben, müssen die vorhandenen Wohnbaupotentiale ausgeschöpft und Leerstand beseitigt werden. In Lichtenberg treiben wir die Sicherung aller Kleingärten weiter voran. Wir erwarten von dem Senat, klar Stellung gegen diesen Vorschlag zu beziehen.“

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