Einweihung der Stele für Max Beer

Ingeborg Görsdorf

Am 18. Oktober wurde in der Gundelfinger Straße 47 eine Stele zu Ehren von Max Beer (1864–1943) eingeweiht. Rund 20 Bürgerinnen und Bürger nahmen an der kleinen Feierstunde teil, musikalisch begleitet von Burkhard Schmidt am Saxophon.

Manfred Becker, Vorsitzender der Gedenktafelkommission, stellte die Arbeit der Kommission vor und erinnerte an ihre bisherigen Projekte. Anschließend sprach Prof. Jürgen Hofmann, der das Leben und Wirken des Publizisten würdigte.

Beer, geboren im heutigen polnischen Tarnobrzeg, kam als Student nach Deutschland und arbeitete später für sozialdemokratische und jüdische Zeitungen. Nach politischem Druck emigrierte er 1894 nach London, wurde jedoch 1915 ausgewiesen und ließ sich in Karlshorst nieder. Hier entstand sein Hauptwerk „Allgemeine Geschichte des Sozialismus und der sozialen Kämpfe“. 1933 floh er erneut nach London, wo er 1943 im Exil verstarb.

Seit 1951 erinnert in Berlin-Mitte die Max-Beer-Straße an den Sozialhistoriker, der sich selbst als „undogmatischen Marxisten“ bezeichnete. Mit der neuen Stele wird nun auch in Karlshorst an ihn erinnert.