Meister des Alltags

Tatjana Behrend

Am 4. Dezember besuchten Tatjana Behrend und Antonio Leonhardt den Etehad e.V. in der Rhinstraße 137A. Seit 2018 engagiert sich Etehad für afghanische Familien in Berlin, seit 2022 als gemeinnütziger Verein.
Dessen Vorsitzender und weitere Vorstandsmitglieder empfingen unsere Fraktionsmitglieder sehr herzlich und erzählten viel von ihrer sehr interessanten und vor allem vielfältigen Arbeit. Seit 2023 ist der Verein Teil des von der Beauftragten des Berliner Senats für Partizipation, Integration und Migration geförderten Projekts „Miteinander und Füreinander“. Damit verbunden sind vor allem erste Hilfestellungen bei der Bewältigung alltäglicher Probleme, wie zum Beispiel das Verstehen deutscher Bürokoratie.

Der Bedarf an Beratung und Vermittlung ist riesig und kann kaum gedeckt werden. Deshalb will der Verein sein Angebot erweitern und speziell Geflüchteten aus Afghanistan, die erst kurze Zeit in Deutschland leben, in Lichtenberg wohnen oder in Unterkünften des Bezirks untergebracht sind, eine erste Orientierung in ihrem neuen Alltag geben. Gesundheit, Bildung, der Umgang mit und Kontakt zu Behörden und Dienstleistern – all dies sind große Herausforderungen für sie.
Beraten wird zweisprachig – in der afghanischen Muttersprache Dari für Geflüchtete mit geringen Deutschkenntnissen, aber auch auf Deutsch, um Sprachbarrieren zu senken und die Beratungsinhalte leichter zugänglich zu machen.

Ideen gibt es viele, der Wille ist da – allein, es fehlt an Räumlichkeiten und Personal. Und – wie immer – an Geld. Versprechen konnten unsere beiden Fraktionsmitglieder natürlich nichts, aber ein paar gute Hinweise hatten sie dann doch parat. Vor allem war es wichtig, über das Anliegen geredet zu haben und sich jetzt gemeinsam Gedanken über eine gute Lösung zu machen.