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Willkommensklassen und Chancen für einen neuen Gemeinschaftsschulstandort

Am 17. Dezember 2019 tagte der Ausschuss Schule und Sport im Rathaus und nahm unter anderem einen ausführlichen Bericht zur Beschulung von SchülerInnen in Willkommensklassen zur Kenntnis. Neben Syrien sind derzeit auch Bulgarien, Albanien und Moldawien häufige Herkunftsländer.

Die Aneignung der Sprache im Deutschunterricht funktioniert nicht immer problemlos, häufig aber etwas leichter für Kinder aus Ost- und Südosteuropäischen Ländern, da Eltern dort mitunter schon etwas Deutsch sprechen. Für Familien aus arabischen Ländern ist es hingegen schon für die Elterngeneration schwer, überhaupt zügig einen Deutschkurs zu finden. Für ältere SchülerInnen mit geringen Deutschkenntnissen werden daher auch Kurse angeboten („Tempelhofer Weg“, „Projekt Praxiserprobung“), die neben Sprachunterricht auch bereits an Arbeit heranführen.

Im Antrag „Gemeinsam stärker: Entwicklung der 11G35 und der George-Orwell-Oberschule zum Gemeinschaftsschul-Campus“ (DS/1506/VIII) setzte sich die Linksfraktion dafür ein, die neue Schule in der Sewanstraße  zusammen mit der George-Orwell-Oberschule zu einem Gemeinschaftsschulcampus zu entwickeln. Dies hätte für SchülerInnen der Region beträchtliche Vorteile, da sie wohnortnah bis zum Abitur unterrichtet werden könnten. Die Orwell-Schule kooperiert nämlich bereits mit der Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule und bietet in der Dolgenseestraße 60 Plätze in der Sekundarstufe II an. Insgesamt könnte dieses Vorhaben mittelfristig umgesetzt werden, da sich die jeweiligen Kollegien insbesondere schulorganisatorisch noch finden und einleben müssen. Dies birgt für den Bezirk und alle Beteiligten eine große Chance guter und nachhaltiger Schulentwicklung.

Michael Niedworok

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