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Erinnerung an NS-Zwangsarbeit in Hohenschönhausen sichtbar machen

Das Bezirksamt wird ersucht, am Standort Küstriner Straße / Strausberger Straße unter Einbeziehung der Gedenktafelkommission eine Infotafel zur Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Hohenschönhausen zu errichten.

Begründung:

Auf dem Gelände Küstriner Straße / Strausberger Straße, auf dem derzeit ein Neubauprojekt entsteht, befand sich während der Zeit des Nationalsozialismus ein Zwangsarbeitslager. Dort mussten Zivilpersonen und Kriegsgefangene Zwangsarbeit in den nahegelegenen Betrieben rund um die heutige Große-Leege-Straße verrichten. Insgesamt sind allein in Hohenschönhausen 19 Standorte von Zwangsarbeit nachgewiesen.

Die Küstriner Straße, in der jährlich am 8. Mai am Sowjetischen Ehrenmal Gedenkveranstaltungen zum Tag der Befreiung stattfinden, ist ein besonders geeigneter Ort, um an die zahlreichen Lager im Bezirk und die Ausbeutung im Alltag der NS-Gesellschaft zu erinnern. Eine Infotafel kann dazu beitragen, die lokale Geschichte sichtbar zu machen, das Gedenken an die Opfer zu bewahren und zugleich an die universellen Menschenrechte zu mahnen – gerade in Zeiten zunehmender rechter Gewalt.


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