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Anträge

Erinnerungskultur stärken: Bezirkliches Gedenken zum 8. Mai

Das Bezirksamt Lichtenberg wird ersucht, jährlich anlässlich des Tages der Befreiung am 8. Mai bezirkliche Gedenkzeremonien zu organisieren, durchzuführen und öffentlichkeitswirksam zu bewerben.

Die Gedenkveranstaltungen sollen insbesondere an folgenden Orten stattfinden:

  • am Sowjetischen Ehrenmal an der Küstriner Straße,

  • an den Birken aus Birkenau im Warnitzer Bogen,

  • am Denkmal für die Opfer des Faschismus am Loeperplatz,

  • am Museum Berlin-Karlshorst,

  • an der Bersarin-Birke am Standort Am Tierpark/Alfred-Kowalke-Straße.

Das Bezirksamt wird zudem ersucht, die Veranstaltungen in geeigneter Weise, insbesondere gegenüber Schulen, Initiativen und der breiten Öffentlichkeit aktiv zu bewerben und zur Teilnahme einzuladen.

Begründung:

Der 8. Mai markiert die Befreiung vom Nationalsozialismus und das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Er ist ein zentraler Tag der Erinnerung, des Gedenkens und der Mahnung.

Gerade vor dem Hintergrund erstarkender rechter und rechtsextremer politischer Kräfte kommt der aktiven und sichtbaren Erinnerungskultur eine besondere Bedeutung zu. Das Gedenken an die Opfer des Faschismus sowie an die Befreiung vom Faschismus muss im öffentlichen Raum präsent bleiben und insbesondere für jüngere Generationen erfahrbar gemacht werden.

Die genannten Orte im Bezirk stehen exemplarisch für unterschiedliche Dimensionen der Erinnerung: das Gedenken an die Befreiung durch die Rote Armee, die Verbrechen der Shoah sowie die lokalen Opfer des Faschismus. Sie bieten damit wichtige Anknüpfungspunkte für eine vielfältige und inklusive Erinnerungskultur.

Die Durchführung vom Bezirksamt organisierter und beworbener Gedenkveranstaltungen stärkt das öffentliche Bewusstsein für die historische Verantwortung und setzt ein klares Zeichen gegen Geschichtsrevisionismus und rechte Ideologien.

Der Antrag knüpft inhaltlich an frühere Beschlüsse der Bezirksverordnetenversammlung Hohenschönhausen zur Stärkung der lokalen Erinnerungskultur an und überträgt deren Ansatz auf den heutigen Bezirk Lichtenberg.

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