Anträge
Geschändete Gräber auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde in würdevollen Zustand versetzen
Die Gedenkstätte der Sozialisten ist als Denkmal von zentraler Bedeutung unter der Objekt-Nummer 090 40282 in der Berliner Denkmalliste verzeichnet. Das Grabmal F.C. Weiskopfs ist unter der Objekt-Nummer 090 40285 als Einzeldenkmal in der Denkmalliste verzeichnet. Der Zentralfriedhof ist ein landeseigener Friedhof, der nach der Bildung von Groß-Berlin im August 1921 der Obhut des Verwaltungsbezirks Lichtenberg zugeordnet wurde.
Der Beschluss zur Errichtung einer gemeinsamen Erinnerungsstätte der Großen Sozialisten im Eingangsbereich des Zentralfriedhofs wurde noch vor der Spaltung der Stadt vom gemeinsamen Magistrat im Mai 1948 gefasst. Die entsprechende Vorlage hatte der Stadtrat und spätere Regierende Bürgermeister Ernst Reuter eingebracht.
Die Verpflichtung für die Wiederherstellung der Denkmale ergeben sich aus dem Denkmalschutzgesetz Berlin (in der Fassung vom 24. April 1995):
§1:
Aufgaben (1) Es ist Aufgabe von Denkmalschutz und Denkmalpflege, Denkmale nach Maßgabe dieses Gesetzes zu schützen, zu erhalten, zu pflegen, wissenschaftlich zu erforschen und den Denkmalgedanken und das Wissen über Denkmale zu verbreiten. (2) Die Belange des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege sind in die städtebauliche Entwicklung, Landespflege und Landesplanung einzubeziehen und bei öffentlichen Planungen und Maßnahmen angemessen zu berücksichtigen.
§8:
Erhaltung von Denkmalen (1) Der Verfügungsberechtigte ist verpflichtet, ein Denkmal im Rahmen des Zumutbaren instand zu halten und instand zu setzen, es sachgemäß zu behandeln und vor Gefährdungen zu schützen. Mängel, die die Erhaltung des Denkmals gefährden, hat er der zuständigen Denkmalbehörde unverzüglich anzuzeigen.
Im Januar 2026 jährt sich die Eröffnung der Gedenkstätte der Sozialisten zum 75. Mal - ein rundes Jubiläum mit entsprechender öffentlicher Aufmerksamkeit. Der Gedenkort repräsentiert einen wichtigen Teil deutscher Geschichte, dessen überregionale Bedeutung alljährlich durch Tausende Besucher*innen verdeutlicht wird.

