Anträge
Kirschblütenfest am Hagenower Ring
Die Kirschbäume am Hagenower Ring gehören zu den rund 9.000 Bäumen, die nach dem Mauerfall im Rahmen der japanischen Spendenkampagne „Sakura – Bäume der Freundschaft“ an Berlin übergeben wurden. Die Spendenaktion war ein Geschenk der japanischen Bevölkerung und sollte ein Symbol der Versöhnung, des Friedens und der internationalen Solidarität darstellen.
Gleichzeitig liegt hier ein touristisch bislang weitgehend unerschlossenes Potenzial. Während Bezirke wie Pankow oder entlang des Berliner Mauerwegs zwischen Teltow und Steglitz-Zehlendorf jährlich tausende Besucher:innen mit Kirschblütenfesten oder gezieltem Stadtmarketing anziehen, bleiben Orte wie der Hagenower Ring trotz ebenso schöner landschaftlicher und symbolischer Qualität bislang im Schatten.
Ein jährliches Kirschblütenfest am Hagenower Ring wäre daher ein sinnvoller Beitrag zur kulturellen Belebung des äußersten Stadtrandes und zur Imagebildung des Bezirks. Es könnte in Kooperation mit Trägern, Anwohner:innen und der nahegelegenen Geflüchtetenunterkunft als inklusives, generationen- und herkunftsübergreifendes Format gestaltet werden. Die Kirschblüte bietet einen niedrigschwelligen, ästhetisch ansprechenden Rahmen, der sowohl Umweltbildung als auch Nachbarschaftsbegegnung, künstlerische Beiträge und historisch-politische Bildung bspw. zur Erinnerung der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki der USA im Jahr 1945 miteinander verbinden kann.
Text des Ursprungsantrags:
Das Bezirksamt wird ersucht, gemeinsam mit ortsansässigen Vereinen, Trägern, zivilgesellschaftlichen Initiativen sowie der Geflüchtetenunterkunft am Hagenower Ring ein jährliches Kirschblütenfest durchzuführen. Das Fest soll sowohl die kulturelle Vielfalt im Quartier als auch die Bedeutung des Ortes als Erinnerungs- und Begegnungsraum stärken.
Darüber hinaus wird das Bezirksamt ersucht, das Kirschblütenfest in die Tourismus- und Kulturstrategie des Bezirks aufzunehmen und als öffentlichkeitswirksames Format weiterzuentwickeln.
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