Anträge

Senatsfinanzierte Familienzentren in bezirkliche Finanzierung überführen

Das Bezirksamt wird ersucht, entsprechend der mit großer Mehrheit im Jugendhilfeausschuss beschlossenen Drucksache 1671/IX „Keine Kürzungen in den Angeboten der Kinder-, Jugend- und Sozialarbeit und in der Familienförderung (Angebote SGB VIII § 11, 13 und 16)“ sicherzustellen, dass auch die bisher durch den Senat finanzierten Familienzentren Kikiflo, Matenzeile, Warnitzer Bogen und „Kind und Kegel“ nach den Kürzungen des Senats in eine auskömmliche bezirkliche Finanzierung überführt werden.

Familienzentren leisten einen essenziellen Beitrag zur Unterstützung von Familien, insbesondere in sozial benachteiligten und von Armut betroffenen Lebenslagen. Sie bieten niedrigschwellige und lebensnahe Beratungs- und Unterstützungsangebote, die für viele Familien eine wichtige Anlaufstelle darstellen. In Zeiten zunehmender sozialer Ungleichheit, wachsender Belastungen durch Armut sowie steigender Bedarfe im Bereich der Familienförderung ist der Erhalt einer stabilen und verlässlichen Beratungsinfrastruktur von zentraler Bedeutung.

Die bisherige, teilweise Finanzierung durch den Senat stellt zwar eine wichtige Ergänzung dar, doch mit der Übertragung der Verantwortung für vier Familienzentren auf die Bezirke ist nun der Bezirk gefordert, ausreichende Mittel und Planungssicherheit für den dauerhaften Erhalt dieser Angebote bereitzustellen. Ohne eine bezirkliche Anschlussfinanzierung droht der ersatzlose Wegfall dieser Einrichtungen, mit gravierenden Folgen für die betroffenen Familien und die soziale Infrastruktur im Bezirk.

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