Anträge
Unser Prio-Antrag: Aenne-Saefkow-Park
Das Bezirksamt wird ersucht, die Grünfläche an der Judith-Auer-Straße, Otto-Marquard-Straße und Landesberger Allee nach Aenne Saefkow zu benennen.
Begründung:
In den Sommerferien 2025 fand im Jugendklub “Judith Auer” eine Geschichtswerkstatt statt. Im Rahmen der Beteiligung beschäftigten sich die Jugendlichen mit antifaschistischen Widerstandskämpfern, nach denen viele der Straßen in ihrer Nachbarschaft benannt sind. Den Beteiligten fehlte allerdings die Ehrung Aenne Saefkows - wie generell die Heraushebung der Frauen im Widerstand rund um die Gruppe von Anton Saefkow, Franz Jacob und Bernhard Bästlein. Aenne Saefkow kam zunächst in Untersuchungshaft in Potsdam und Berlin und wurde im März 1945 von der Gestapo in das KZ Ravensbrück überstellt.
Anton Saefkow wurde vom sogenannten „Volksgerichtshof“ zum Tode verurteilt und am 18. September 1944 ermordet. Nach ihm ist einer der zentralsten Plätze in Lichtenberg bzw. im Fennpfuhl benannt. Aenne Saefkow überlebte das Konzentrationslager. Nach Kriegsende wurde sie in verschiedenen kommunalen und regionalen Funktionen in Ost-Berlin und später in der DDR tätig. Zudem engagierte sie sich für die Errichtung einer Gedenkstätte am Ort des ehemaligen KZ Ravensbrück. Ihr zu Ehren und um den Namen der Widerständigen ins Gedächtnis zu rufen, soll ihr Name den Platz ganz in der Nähe des Anton-Saefkow-Platzes zieren.
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