Erfolge

Ortstermin am Dong Xuan Center

Alexander Roßmann

Manchmal geht es in der Kommunalpolitik ganz schnell. Im März beschloss die Lichtenberger BVV auf Antrag der Linksfraktion, Verkehrssenatorin Ute Bonde zum Dong Xuan Center einzuladen, um sich ein Bild von der dortigen Verkehrssituation zu machen. Bereits eine Woche später folgte die Senatorin der Einladung.

Das Dong Xuan Center erfreut sich großer Beliebtheit: Nicht nur aus ganz Berlin strömen täglich Menschen hierher, um sich mit Waren einzudecken, Essen zu gehen, Frisuren und Nägel machen zu lassen oder einfach durch die Hallen zu schlendern. Erfreulicherweise reisen die meisten mit den Straßenbahnen M8, 18 und 21 an.

Die Straße direkt vor dem Eingang des Centers ist diesem Andrang leider nicht mehr gewachsen. Es fehlt eine sichere Möglichkeit, die Herzbergstraße zu queren. Die Bordsteine reichen kaum noch aus, um allen wartenden Fahrgästen (teils mit Gepäck oder Kinderwagen) Platz zu bieten. Dadurch entstehen gefährliche Situationen. Es werden daher Haltestellenkaps benötigt, um mehr Platz für Fahrgäste zu schaffen. Dadurch würde auch verhindert, dass Falschparker und drängelnde Autofahrer die ein- und aussteigenden Tramnutzer gefährden. Für sichere Radwege muss in der Herzbergstraße ebenfalls gesorgt werden.

Die Linke fordert außerdem bereits zum wiederholten Male, die Taktung der Straßenbahn am Wochenende zu erhöhen, da die Bahnen dann teilweise überfüllt sind. Gerade ältere Menschen können zwischen S-Bahnhof Landsberger Allee und dem Center nicht mehr zusteigen. Die BVG meldete allerdings auf Anfrage, dass ihr kein Problem bekannt sei.

Es ist zu hoffen, dass die Verkehrssenatorin nun eine genaue Vorstellung von der Situation vor Ort hat und entsprechendes Verwaltungshandeln anregt. Berlins Verkehrspolitik darf dem Erfolg des Dong Xuan Centers nicht hinterherhinken.