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In letzter Minute

Aus der Präsentation der HOWOGE (HOWOGE)
Aus der Präsentation der HOWOGE (HOWOGE)

Den Aufstellungsbeschluss für das Bauprojekt am Stefan-Heym-Platz gibt es schon seit vier Jahren. Die Bürgerbeteiligung für das Vorhaben hat ebenfalls schon mehr als einen Jahrestag hinter sich. Der Bauzaun und die Baustelleneinrichtungen stehen schon. Nun drängte die Zeit. Die Bauwirtschaft kann sich über Auftragsmangel gegenwärtig nicht beschweren. Ohne Beschluss der Bezirksverordneten kann jedoch nicht losgelegt werden. In einem gemeinsamen Kraftakt haben die Bezirksverwaltung und die Bezirksverordneten nun die Voraussetzung geschaffen. Der Ausschuss Ökologische Stadtentwicklung hatte sich Anfang Dezember 2018 nochmals mit dem Vorhaben ausführlich befasst, dass acht Tage später von der Bezirksverordnetenversammlung gebilligt wurde. Allein die Abwägung der erneuten Behördenbeteiligung und der öffentlichen Auslegung umfasste 220 Seiten – ein respektables Lesepensum.

Immer wieder waren Änderungen und Präzisierungen am Bebauungsplan eingefordert worden. Aus dem ursprünglich vorgesehenen Mischgebiet wurde ein urbanes Gebiet, das Maß der Nutzung und Gebäudehöhen waren neu zu regeln und die künftige Lärmbelastung angemessen zu berücksichtigen. Die Fraktion DIE LINKE sah sich veranlasst nachzufragen, warum immer neue Anforderungen den Abschluss der Bebauungsplanung hinausschoben. Dass das Baufeld an der Kreuzung Frankfurter Alle/Möllendorffstraße lärmbelastet ist, war schließlich allgemein bekannt. Nun liegen alle Gutachten in aktualisierter Fassung vor. Und wenn die Rechtsprüfung des Senats nichts einzuwenden hat, kann gebaut werden. Der erste Spatenstich ist für den 31. Januar 2019 anvisiert.

Auf den zwei Baufeldern werden 251 Wohneinheiten entstehen, davon 126 geförderte sowie 1750 m² für Gewerbe und Gastronomie. Im geplanten Hochhaus wird sich Büronutzung konzentrieren. Dort wird die HOWOGE selbst mit ihrer Verwaltung einziehen. Von 614 Fahrradstellplätzen ist die Rede und von 147 PKW-Stellplätzen in Tiefgaragen. An Spielplatzflächen ist ebenfalls gedacht. Auch der beliebte Fischerbrunnen wird sich auf dem Stefan-Heym-Platz wiederfinden. Für Lichtenberg entsteht ein kleiner, aber markanter Stadtplatz an einer der am stärksten frequentierten Kreuzungen.

Jürgen Hofmann